Sparkassen: FDP ist ideologisch verblendet

Regionalpolitik

Zur Kritik der FDP in Niederbayern an den Sparkassen erklärt der stellvertretende finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Florian Pronold, MdB:

"Die FDP ist von ideologischer Verblendung geschlagen. Der stabile Faktor in der aktuellen Bankenkrise sind die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken. Die haben mit einem regionalen Geschäftsmodell die wichtige Kreditversorgung für den Mittelstand gewährleistet, während sich die Großbanken an den Finanzmärkten das Geld verzockt haben.

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind für die Normalverdiener da, die Großbanken vor wenigen Jahren noch als "Peanuts" abqualifiziert haben. Deutschland hat im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern die Sparkassen. Doch die Privatisierungswut der FDP kennt keine Grenzen. Auch das Erfolgsmodell "Sparkasse" soll dem Profitwahn geopfert werden, der gerade Milliarden gekostet hat. Die Europawahl wird dort eine entscheidende Weichenstellung sein, weil viele Kräfte in Brüssel - wie die FDP - die Sparkassen privatisieren und den Großbanken einverleiben wollen. Getreu dem Motto: Den Bock zum Gärtner machen. Die Sparkassen sind gut beraten, die regionale Anbindung an die Heimat als Teil des Geschäftsmodells zu bewahren. Größer muss nicht immer besser sein.

Richtig ist die Kritik an der Geschäftspolitik der Bayerischen Landesbank und den Milliardenverlusten, weil Investitionen in der ganzen Welt getätigt wurden. Aber die FDP adressiert ihre Kritik falsch. Ihr Koalitionspartner CSU hat die Landesbank an den Rand des Ruins gebracht, auch weil keine demokratische Kontrolle zugelassen wurde. Damit macht die FDP in Bayern gerne weiter. Auch zukünftig sollen die Oppositionsparteien im Landtag nicht im Aufsichtsrat der Landesbank vertreten sein. Schwarz-gelb macht da weiter, womit schwarz alleine aufgehört hat."

 

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