Leidenschaftliches Plädoyer für Frieden, Freiheit und Demokratie 15.05.2018 | MdB und MdL


Leidenschaftliches Plädoyer für Frieden, Freiheit und Demokratie

Markus Rinderspacher MdL erinnert an 100 Jahre Freistaat Bayern

Dingolfing-Landau.

Vor 100 Jahren, am 8. November 2018, hat Kurt Eisner die Demokratie ausgerufen: „Bayern ist fortan ein Freistaat“. Für die Stärkung dieser Demokratie hat Markus Rinderspacher MdL, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag, auf Einladung der SPD-Landtagskandidaten Florian Huber und Bernd Vilsmeier am gestrigen Montagabend im Postbräu-Saal in Dingolfing ein leidenschaftliches Plädoyer für Frieden, Freiheit und Demokratie gehalten. Sie sei „die beste Staatsform, die wir auf bayerischem Boden je hatten“ und stehe für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit.

 

Freuten sich über ein leidenschaftliches Plädoyer von Markus Rinderspacher MdL (2.v.re.) für Frieden, Freiheit und Demokratie: (v.li.) Dr. Bernd Vilsmeier, Martin Rapke, Udo Egleder, Florian Huber, Heinrich Trapp.

 

Über 100 000 Menschen hatten sich im November 1918 zu einer Großkundgebung auf der Münchner Theresienwiese versammelt – die größte Demonstration in Bayern bis heute. Da es damals noch keine Lautsprecher gab, mussten viele Multiplikatoren den weiter hinten stehenden Menschen die Reden wiederholen, schilderte Rinderspacher eindrucksvoll die Geschehnisse. Mit dem Freistaat und der Demokratie wurden damals das allgemeine freie Wahlrecht für Männer und Frauen sowie der Acht-Stunden-Tag eingeführt.

Umso mehr schmerzt Rinderspacher die wachsende Demokratie-Verdrossenheit. Zwar gestand er bei einigen Themen „handfeste politische Mängel“ ein. Doch Demokratie bedeute eben auch gleiche Rechte und Pflichten für alle, der Bürger befinde sich mit der Regierung auf Augenhöhe, jeder könne sich in den politischen Diskurs einbringen. Dies stehe ganz klar im Gegensatz zur monarchistisch geprägten Haltung „Wir da unten, die da oben.“

Die Konsequenz für den SPD-Fraktionsführer im Landtag: Das republikanische Bewusstsein der Bürger muss stärker gefördert werden. Die SPD fordert deshalb für heuer einen gesetzlichen Feiertag zum 100. Jubiläum des Freistaats am 8. November 2018 – ähnlich wie vergangenes Jahr am Reformationstag. Die republikanische Erinnerungskultur komme zu kurz, „Bayern geht zu lax mit seiner Geschichte um“, kritisierte der Oppositionsführer.

Im Gegensatz zu Frankreich, wo es an vielen Orten einen „Place de la Republique“, einen Platz der Republik, gebe, erinnerten in Bayern Straßennamen wie Ludwigsstraße oder Luitpoldplatz eher an monarchistische Zeiten. Rinderspacher forderte daher, mehr Persönlichkeiten zu würdigen, die für die freiheitliche Demokratie in Bayern stehen. „Wo sind die Kurt-Eisner-Plätze oder die Wilhelm-Hoegner-Straßen?“, so Rinderspacher. Dr. Wilhelm Hoegner, der Vater der Bayerischen Verfassung, der bei seiner Rückkehr aus dem Schweizer Exil bereits einen Entwurf für die heutige Bayerische Verfassung in der Tasche hatte und 1945 bis 1946 sowie 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident war.

In seinem Vortrag hat Markus Rinderspacher immer wieder die Verdienste der Sozialdemokraten und der Sozialdemokratischen Partei in Bayern herausgestrichen. Zugleich plädierte er aber vehement für die Stabilisierung der Demokratie als „Edelstein des gesellschaftlich organisierten Zusammenlebens“.

 

Markus Rinderspacher MdL fordert den 100. Jahrestag des Freistaates Bayern am 8. November zum Feiertag zu machen.

 

Eine kritische Bilanz zur CSU-Politik zog Dr. Bernd Vilsmeier, SPD-Kreisvorsitzender und niederbayerischer SPD- Landtagskandidat: Unterbesetzte Polizeistellen, Bauämter, Gerichte und Verbraucherschutzämter. Schwimmbäder, Krankenhäuser und kleine Schulen seien von der Schließung bedroht. Weil Söder große Angst vor dem Verlust der Mehrheit hat, verspricht er und die CSU nun jeden alles, auf Kosten der bayerischen Steuerzahler.

SPD-Landtagskandidat Florian Huber hatte eingangs Landrat Heinrich Trapp, den 3. Bürgermeister der Stadt Dingolfing Michael Rieger, den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Sepp Koch und viele Vertreter der 20 SPD-Ortsvereine im Landkreis Dingolfing-Landau begrüßt. Zudem stellte sich Udo Egleder als SPD-Bezirkstagskandidat vor.

Veröffentlicht am 15.05.2018

 

Frieden und Freiheit brauchen Demokraten 07.05.2018 | Allgemein


Frieden und Freiheit brauchen Demokraten

SPD gedachte der Ausrufung des Freistaates Bayern vor 100 Jahren

Wallersdorf-Erlau.

Zum 85. Jahrestag des Untergangs des Freistaates Bayern am 29. April 1933 mit der Zustimmung aller Parteien zum Ermächtigungsgesetz in Bayern - außer den 16 sozialdemokratischen Abgeordneten - veranstaltete der SPD-Kreisverband Dingolfing-Landau, unter Leitung von SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier, zusammen mit dem SPD-Ortsverein Wallersdorf wieder eine Gedenkfeier an der Gedenkstätte der 149 Opfer des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau bei der Wallersdorfer Sebastianikirche. Nur noch die 16 Sozialdemokraten angeführt von Albert Roßhaupter, einem gebürtigen Niederbayern, fanden damals den Mut sich den Nazis entgegenzustellen.

 

Hermann Boneder aus Pilsting spielte auf der Mundharmonika das Lied „Heimat, deine Sterne“.

Hermann Boneder aus Pilsting spielte auf der Mundharmonika das Lied „Heimat, deine Sterne“.

 

Aber Terror, Verfolgung und Unmenschlichkeit konnten den Drang nach Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, die unsere sozialdemokratischen Grundwerte sind, nicht unterdrücken oder zerstören, so Dr. Vilsmeier in seiner Gedenkrede. Im Gegenteil viele unserer Genossinnen und Genossen gingen in den Widerstand und hielten so unsere Grundwerte am leben, erklärte Vilsmeier.

Mit dem 29. April 1933 ging das erste Kapitel Demokratie in Bayern unrühmlich zu Ende. Dabei wurde der erste freiheitliche und demokratische Freistaat Bayern erst gut 14 Jahre zuvor am 08. November 1918 auf den Trümmern der Monarchie vom Unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner ausgerufen. Aufgrund der allgemeinen Kriegsmüdigkeit, Erschöpfung und Sinnlosigkeit des Kriegs im Herbst 1918 weigerten sich die Matrosen der Hochseeflotte nochmals auszulaufen. Diese Revolution breitete sich über das ganze Reich aus und führte zu großen Demonstrationen in München. In der Folge rief der unabhängige Sozialdemokrat Kurt Eisner, unterstützt vom SPD-Vorsitzenden Erhard Auer und dem Vorsitzenden des Bayerischen Bauernbundes Ludwig Gandorfer, den demokratischen Freistaat Bayern aus, während sich der König bei Nach und Nebel davonschlich.

Dies brachte Bayern das allgemeine, freie und gleiche Wahlrecht für alle Männer und Frauen – erstmals in Deutschland!! – und den Acht-Stunden-Tag. Leider hatte die Demokratie in Bayern und Deutschland schlechte Startbedingungen aufgrund der wirtschaftlichen Lage nach dem Krieg, den Reparationen durch den Versailler Vertrag und den immer aggressiver werdenden Angriffen von links und rechts. Der Mangel an echten Demokraten führte letztendlich zum Untergang der Demokratie. Deshalb haben wir eine große Verantwortung, so Vilsmeier, uns aktiv für die Demokratie einzusetzen, denn Frieden und Freiheit brauchen Demokraten!

Nach einer Gedenkminute für die Opfer von Terror, Unmenschlichkeit, Flucht und Vertreibung. Dankte SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier den vielen Besuchern - darunter Landrat Heinrich Trapp, SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König aus Landshut, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Sepp Koch aus Mengkofen, BLSV-Bezirksvorsitzender und Kreisrat Udo Egleder aus Dingolfing, die ehemaligen Kreisräte Manfred Baier aus Plattling und Marktrat Alfred Zehentmeier aus Wallersdorf, stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzender und SPD-Landtagskandidat Florian Huber aus Moosthenning, Kreissprecher der Partei Die Linke Dennis Neubert aus Wallersdorf, DGB-Kreisvorstandsmitglied Rudi Werner aus Landau, stellvertretender Kreisvorsitzender Auto-Club-Europa (ACE) Hugo Steiner und Vertreter aus vielen SPD-Ortsvereinen im Landkreis Dingolfing-Landau - für ihr Kommen und ganz besonders Rudi Wenzl und der Pfarrgemeinde Wallersdorf für die einzigartige Pflege der Gedenkstätte, dem SPD-Ortsverein Wallersdorf mit Vorsitzendem Georg Wintersperger für die Mithilfe und den Blumenschmuck.

 

Viele Bürgerinnen und Bürger besuchten die Gedenkfeier des SPD-Kreisverbandes und gedachten den Opfern von Krieg, Terror und Unmenschlichkeit an der Gedenkstätte der Opfer des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau bei der Wallersdorfer Sebastianikirche.

Viele Bürgerinnen und Bürger besuchten die Gedenkfeier des SPD-Kreisverbandes und gedachten den Opfern von Krieg, Terror und Unmenschlichkeit an der Gedenkstätte der Opfer des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau bei der Wallersdorfer Sebastianikirche.

Veröffentlicht am 07.05.2018

 

Über den eigenen Tellerrand hinaus sehen 29.04.2018 | Kreistagsfraktion


Über den eigenen Tellerrand hinaus sehen

SPD-Kreistagsfraktion auf Informationsbesuch in Oberösterreich

Dingolfing-Landau.

Auf Anregung der früheren SPÖ-Ortsvorsitzenden und SPÖ-Gemeinderätin Elfi Fuchs, die in Mengkofen eine neue Heimat gefunden hat, besuchte die SPD-Kreistagsfraktion Dingolfing-Landau, ihre Heimatgemeinde den Wallfahrtsort Maria Schmolln in Oberösterreich, Bezirk Braunau. Angeführt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Sepp Koch und begleitet vom SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier fuhr die Delegation am gestrigen Samstag nach Maria Schmolln.

Die Gemeinde Maria Schmolln hat derzeit knapp 1.500 Einwohner, verteilt auf 22 Ortsteile. Sie liegt auf gut 500 m Höhe im Süden des Innviertels, dass bis 1779 noch bayerisch war, inmitten der Ausläufer des Kobernaußerwaldes. Bekannt ist Maria Schmolln durch die Marienwallfahrt, die etwa gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann. Die Bewohner errichteten in Eigenregie die heutige Wallfahrtskirche, die mitsamt dem Franziskanerkloster und der Volksschule 1863 eingeweiht wurde. 1880 wurde anstelle der Holzkapelle die jetzige Gnadenkapelle nordseitig angebaut.

 

Auf Einladung der ehemaligen SPÖ-Gemeinderätin Elfi Fuchs (3.v.re.) besuchte die SPD-Kreistagsfraktion angeführt vom Fraktionsvorsitzenden Sepp Koch (5.v.re.) das Seniorenheim Maria Rast mit Heimleiter Alois Gerner (2.v.li.) im Wallfahrtsort Maria Schmolln in Oberösterreich.

Auf Einladung der ehemaligen SPÖ-Gemeinderätin Elfi Fuchs (3.v.re.) besuchte die SPD-Kreistagsfraktion angeführt vom Fraktionsvorsitzenden Sepp Koch (5.v.re.) das Seniorenheim Maria Rast mit Heimleiter Alois Gerner (2.v.li.) im Wallfahrtsort Maria Schmolln in Oberösterreich.

 

Maria Schmolln bietet trotz der relativ geringen Gemeindegröße ein vielseitige Infrastruktur und Gewerbe. Es gibt einen Kindergarten und eine Volksschule. Als Wallfahrtsort ist eine abwechslungsreiche Gastronomie vorhanden. Zudem hat Maria Schmolln über 20 aktive Vereine. Deren Aktivität konnten die SPD-Kreisräte bei den umfangreichen Vorbereitungen zum Maibaumaufstellen und dem dazugehörigen großen Umzug begutachten.

Ein besonderes Highlight war der Besuch der SPD-Kreisräte im modernen Seniorenheim Maria Rast. Das Alten- und Pflegeheim „Maria Rast“ existiert bereits seit 1884 und wird von den Franziskanerinnen aus Vöcklabruck betrieben. Im Jahr 2002 wurde das Heim um einen neuen Gebäudekomplex mit 3 Stockwerken und 80 Plätzen in Einzelzimmern erweitert. In Österreich sind hier mindestens 27 Quadratmeter pro Bewohner vorgeschrieben. Das neue Heim identifiziert sich besonders durch seine moderne Architektur als Rundbau. Im alten Gebäude wurden mehrere Wohnungen für betreutes Wohnen eingerichtet. Der Heimleiter Alois Gerner führte die SPD-Kreisräte durch das Heim und erklärte die verschiedenen Einrichtungen, von der Wohngruppe für Demenzkranke, die Hausinfrastruktur bis hin zum Garten mit Hühnern und Kleintieren. Das Heim Maria Rast betreibt auch Küche und Service mit eigenen Kräften. Derzeit arbeiten etwa 84 fast Angestellte im Heim, davon viele Teilzeitkräfte, meist Frauen aus der engeren Region. Elfi Fuchs betonte, dass insbesondere die Hartnäckigkeit der SPÖ im Gemeinderat dafür gesorgt hat, dass das in die Jahre gekommene Heim vor 16 Jahren modernisiert und durch den einzigartigen Neubau ergänzt worden ist.

Sepp Koch bedankte sich sehr herzlich mit kleinen Geschenken bei Elfi Fuchs für die hervorragende Betreuung und Reiseführung und bei Heimleiter Alois Gerner für die ausführlichen Informationen rund um das Heim Maria Rast und auch die Besonderheiten im österreichischen Pflegesystem. Es schadet nicht ab und zu über den eigen Tellerrand hinaus zu sehen, zog Sepp Koch als Resümee.

Veröffentlicht am 29.04.2018

 

100 Jahre Freistaat Bayern - 100 Jahre Freiheit und Demokratie 19.04.2018 | Vorankündigung


100 Jahre Freistaat Bayern -

100 Jahre Freiheit und Demokratie

am Montag, den 30. April 2018 um 18:00 Uhr

bei der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau.

(an der Sebastiani-Kapelle, unweit A 92-Ausfahrt Wallersdorf-West)

Wallersdorf.

Zum Gedenken an die Ausrufung des Freistaates Bayern vor 100 Jahren und der damit verbundenen Einführung der freiheitlichen Demokratie in Bayern findet die alljährliche Gedenkfeier des SPD-Kreisverbandes Dingolfing-Landau und des SPD-Ortsvereins Wallersdorf in diesem Jahr am 30. April um 18:00 Uhr bei der Gedenkstätte des KZ-Außenlagres Erlau bei der Sebastiani-Kirche in Wallersdorf, unweit der Autobahnausfahrt Wallersdorf-West der A92 statt.

Aufgrund der sich immer weiter zuspitzenden Versorgungslage, der immer stärker werdenden Kriegsmüdigkeit nach über 4 Jahren Krieg und dem zunehmenden Vertrauensverlust in die monarchischen Regierungen in Berlin und München brachen in ganz Deutschland im November 1918 Revolten aus. Dies führte in München am 08. November 1918 zur Ausrufung des Freistaates Bayern - als demokratische und soziale Republik – durch den unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner.

 

 

In der ungefähr 100 Tage währenden Regierung Kurt Eisners, bis zu seiner Ermordung am 19. Februar 1919, wurde vieles, was uns heute - nicht nur in Bayern - als selbstverständlich erscheint, errungen: Freies und gleiches Wahlrecht für alle Bürger, das Frauenwahlrecht und auch menschlichere Arbeitsbedingungen durch die Einführung des Acht-Stunden-Arbeitstages.

Leider hatte der Freistaat Bayern nur gut 14 Jahre Bestand, bis er im Zuge der Machtergreifung der Nazis im Frühjahr 1933 unterging. Nur die 16 SPD-Abgeordneten im Bayerischen Landtag, angeführt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Albert Roßhaupter, einem gebürtigen Niederbayern, stemmten sich bis zuletzt gegen die Nazis in Bayern. Am 29. April 1933, stimmten sie allein gegen die vollständige Machtergreifung der Nazis und Hitlers in Bayern.

Es folgten 12 Jahre Terror, Unmenschlichkeit und der totale Untergang unseres Vaterlandes.

Der Entstehung des ersten demokratischen und sozialen Freistaates in Bayern vor 100 Jahren wird dabei gedacht und den Menschen dafür gedankt, die die unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Demokratie kämpften!

Veröffentlicht am 19.04.2018

 

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